Pressemitteilung

Dachverband der Opfer von SED-Diktatur und Kommunismus (UOKG e. V.)

 

Dienstag, den 16. Januar 2026

 

Geplante Herabstufung der deutschen Geschichte ist ein fatales Signal

 

Mit Befremden und großer Erschütterung haben die Opfer der SED-Diktatur und des Kommunismus zur Kenntnis genommen, dass der CDU-geführte Berliner Senat beabsichtigt, das

Fach Deutsche Geschichte in der gymnasialen Oberstufe künftig lediglich als Wahlfach anzubieten.

 

Gerade die Auseinandersetzung mit der deutschen Teilung, der SED-Diktatur und den Folgen kommunistischer Gewaltherrschaft ist ein unverzichtbarer Bestandteil historisch-politischer Bildung. Eine Herabstufung dieses Themenkomplexes sendet ein verheerendes Signal – insbesondere an junge Menschen, deren historisches Bewusstsein Grundlage für eine gefestigte demokratische Haltung ist.

 

Dieter Dombrowski, Bundesvorsitzender der UOKG e. V., erklärt dazu:

 

„Es ist mir völlig unverständlich, wie der Regierende Bürgermeister Kai Wegner am 13. August 2026 anlässlich des 65. Jahrestages des Mauerbaus eine Gedenkrede halten kann und gleichzeitig in Erwägung zieht, die Geschichte der deutschen Teilung im Schulunterricht nicht mehr als Pflicht-, sondern nur noch als Wahlfach zu behandeln. Gedenken darf nicht folgenlos bleiben – es muss sich auch in konkreten bildungspolitischen Entscheidungen widerspiegeln.“

 

Die UOKG fordert den Berliner Senat nachdrücklich auf, von diesen Plänen Abstand zu nehmen und die Vermittlung der deutschen Zeitgeschichte als festen und verbindlichen Bestandteil des Schulunterrichts zu sichern.

 

Der Bundesvorstand der Vereinigung der Opfer des Stalinismus e.V. schliesst sich vehement dieser bildungspolitischen Forderung der UOKG an. Die Opfer des SED-Regimes auf diese geschichtsferne Weise ins Abseits stellen zu wollen, werden wir nicht zulassen! Ein Land wie Deutschland mit dieser schreck-lichen Erfahrung von zwei Diktaturen darf niemals auf eine Demokratieerziehung junger Menschen verzichten, weder der schulischen als auch der von Zeitzeugen, solange diese noch unter uns weilen!